Schweineleben

Zwei Standorte, ein Besitzer - das gleiche Bild: die Schweine, die nach Vorarlberg kommen, stammen aus klassischer Intensivtierhaltung.

Die Stallungen befinden sich im Landkreis Unterallgäu in Deutschland.

betriebe 05 betriebe 35

Gestank, Enge und ständiger Stress: Das ist der Alltag von über tausend Schweinen, die in diesem Stall untergebracht sind. Mit einem Alter von etwa 2,5 Monaten kommen sie in diese Räume. Durchschnittlich 10 Tiere teilen sich einen engen Bereich (eine so genannte Bucht).

betriebe 15 betriebe 07

betriebe 26 betriebe 27

Bei dieser Haltungsart langweilen sie sich extrem und sind deshalb ständig gestresst. Sie können Ihren Bewegungsdrang nicht ausleben, sie haben kaum Platz zum Stehen oder Liegen.

betriebe 10 betriebe 36

 

Die einzige Beschäftigung, die diesen intelligenten Tieren zur Verfügung steht, ist ein Holzstück an einer Metallkette. 

betriebe 06 betriebe 11

Die Ringelschwänze wurden ihnen schon innerhalb der ersten Lebenswoche abgeschnitten. Ansonsten würden Sie sich ihn aufgrund ihres Spieltriebs und mangelnder Beschäftigungsmöglichkeiten gegenseitig abbeißen.

betriebe 19 betriebe 18

Natürlicherweise würden sich Schweine stundenlang mit der Nahrungssuche beschäftigen. Doch in der modernen Schweinemast gibt es kein Stroh oder Heu. 

betriebe 13 betriebe 09

 
Durch den Spaltenboden wird der Kot und Urin in die darunter liegende Güllegrube gedrückt. Die Schweine stehen permanent über ihren eigenen Exkrementen, deren reizende Dämpfe durch den Spaltenboden nach oben steigen – Husten und Atemwegserkrankungen sind die Folge. Zudem führt der harte Untergrund zu schmerzhaften Schwellungen.

Jede Woche sterben in diesen Betrieben mehrere Schweine aufgrund der schlechten Haltungsbedingungen. Manche Tiere bleiben über Tage unentdeckt.

betriebe 03 betriebe 04

betriebe 23 betriebe 20

Diese Haltungsart widerspricht in jeder Hinsicht den Bedürfnissen der Tiere. Für die Schweine bedeutet das permaneten Stress und Leid in ihrem kurzem Leben.